Hallo zusammen,
uns ist am 11.02.2025 in Bochum, neben einem Wohnmobilstellplatz, auf dem wir mit dem VAN standen, eine morsche Birke auf das vordere, feststehende Glaselement des Panoramadaches gefallen. Exakt um 00:24 Uhr riss uns die im EQB befindliche Alarmanlage bzw. der Alarm über das Smartphone aus dem Schlaf. Wir hatten die Alarmanlage aus dem Wohnmobil, die auf Luftdruckunterschiede und Erschütterungen auslöst, im EQB platziert, um es überwachen zu können. Mit der Taschenlampe konnte ich aus der Entfernung nichts auffälliges entdecken, also habe ich mir schnell etwas angezogen und bin ca. 70 m hingelaufen.
Auf dem Bürgersteig lagen große Stücke einer morschen Birke, auf dem Panoramadach, der Frontscheibe und der Motorhaube waren Holzbrocken verteilt. Ich konnte in der Dunkelheit keine Schäden am EQB entdecken (habe allerdings nur nach Dellen und Kratzern in Lack und Dachreling geschaut. Das weiche Holz hatte offenbar keine Schäden angerichtet. Ich hatte mich dann reingesetzt, den Scheibenwischer betätigt, um die Scheibe wieder sauber zu bekommen und habe den EQB aus der Gefahrenzone gefahren.
Am nächsten Morgen sind wir wie immer zu unserer Baustelle nach Herne gefahren.
Erst am Nachmittag des Tages ist mir dann beim Zugehen auf den EQB aufgefallen, dass das Glaselement irgendwie komisch aussah.
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Der Birkenstamm ist offenbar darauf gefallen und hat die Scheibe zertrümmert.
Ich bin gleich zum nächsten MB-Händler gefahren und habe den Bereich abkleben lassen. Dabei haben wir dann auch entdeckt, dass die Windschutzscheibe durch die am Scheibenwischer und der Frontscheibe anhaftenden Glassplitter einige Kratzer abbekommen hatte. Die Glassplitter hinter und auf der Fronthaube hatte ich mit einem Hochdruckstrahler entfernt, damit keine weiteren Schäden entstehen.
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Die Glassplitter dieses Glaselementes waren messerscharf - es handelt sich demnach nicht um Sicherheitsglas, das in ungefährliche Krümel zerfällt ! - Wenn jemand von Euch einen Schaden an diesem Glaselement hat, auf keinen Fall die Scheibenwischer betätigen und auch keine Splitter mit den bloßen Händen anfassen.
Die Beseitigung des Schadens an dem feststehenden Glaselement hatte inkl. MWSt. übrigens 3.349,20 EUR gekostet. Bei mir sind 150 EUR Selbstbeteiligung hängen geblieben.
Ich konnte den EQB gleich am 13.02. zur Werkstatt bringen und am 15.02. wieder abholen. Die Zusage zur Abholung am 14.02. konnte nicht gehalten werden, da für den Tausch des Glaselementes auch die Dachreling und der Innenhimmel ausgebaut werden mussten und 2 Klammern, die zu Bruch gingen, erst am nächsten Tag angeliefert waren.
Die Fa. LUEG in Bochum hatte hier eine Superarbeit abgeliefert. Klasse fand ich, dass man meinen Fall nach 17:00 Uhr noch angenommen hatte und auch das Dach noch mit einer selbstklebenden Folie gesichert hatte, damit kein Regen eindringen kann. Der Werkstattleiter selbst war hier engagiert und hatte auch noch einen Mechaniker aus dem Karosseriebau dazu geholt. Dafür, dass ich kein Bestandskunde bei LUEG bin, fühlte ich mich dort sehr gut aufgehoben. Mein Transfer zum und vom Wohnmobilstellplatz wurde per TAXI-Gutschein (2x bis 15 EUR) gelöst. Berechnet wurde diese Leistung nicht.
Die Regressnahme beim Grundstücksbesitzer läuft noch über meinen Kaskoversicherer. Alle erforderlichen Daten hatte ich zuvor vor Ort zusammengetragen. Die Polizei hatte ich auch vor Ort geladen, da von dem eingezäunten Grundstück weitere Gefahr aus dem Baumbestand in den öffentlichen Bereich ausging.
Wenn mein Kaskoversicherer mit dem Regress durch ist, hänge ich mich mit dem Selbstbehalt an.
Gruß aus'm Ländle
Uli
P.S.: Auf solche Erlebnisse kann man gut verzichten. - Ohne Panoramadach wäre wohl das Dach vorne eingedrückt worden.