Uli: was kalkuliert ihr denn als jährlichen Gesamtertrag pro kWp? 1,1 oder besser?
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Bei echtem PV-Überschuss verlangen manche WB angeblich mindestens 4kW Solarleistung, kann das kaum glauben ?
Was Du da für Bewertungsziffern meinst, kann ich nicht erkennen. Auf was beziehen sich die Zahlenwerte ?
Ich kann Dir aber sagen, was die PV-Anlage lt. Prognose liefern soll.
Der Solarteur hat für die 13,05 kWp Ost/Westanlage einen PV-Jahresertrag von 13.018,6 kWh und AC 12.381 kWh/a angegeben. Für die Monate Januar bis März kann ich die Angaben sogar schon bestätigen.
Die Verteilung über das Jahr sieht ungefähr wie folgt aus:
Stromproduktion_Jahresverteilung.jpg
Von März bis Oktober ist also immer genug Stromüberschuss vorhanden.
Haus und Haushalt benötigen zwischen 0,2 und 0,5 kW pro Stunde. Der Verbrauch pro Tag liegt ohne EQB bei ca. 10 kWh/d.
Leider wird es einige Monate im Jahr geben, wo wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Da wird das meiste des produzierten Stroms eingespeist. - In der Zeit benötigt der EQB dann aber auch keinen Strom. Meine Tochter darf ihn ab und zu benutzen - sie schaut ohnehin regelmäßig nach dem Rechten im Haus und unserer Post.
Mit einem Balkonkraftwerk kenne ich mich nicht wirklich aus - mehr als die Auflagen für zwei WEG's habe ich dafür nicht gestaltet - darin geht es aber mehr über optische und versicherungstechnische Anforderungen an den Betreiber. Verwehren kann man die Aufstellung den Bewohnern nicht - aber die Dinge so steuern, dass es optisch nicht aus dem Ruder läuft und so, dass die WEG nicht in die Haftung kommt.
Welche Schäden PV-Anlagen an den Balkongeländern anrichten (Korrosion nach Zerstörung der Verzinkung infolge von Bewegungen im Wind oder unsachgemäße Anbringung) ist noch offen ! - Da könnte noch Ärger für die Betreiber ins Haus stehen.
In D sind 0,8 kW Einspeisestrom zulässig - die Modulleistung ist auf 2 kWp begrenzt - meist passen aber ohnehin nur 2 Module an den Standardbalkon hin.
Mit den 0,8 kW kann man natürlich kein E-Auto laden. Aber das macht das Balkonkraftwerk ohnehin nicht - geladen wird mit einem Mix aus dem Ertrag der PV-Anlage und Bezugsstrom, den man ohnehin benötigt, um den Mindeststrom zum Laden zu erreichen.
Ein Balkonkraftwerk ist da schon einmal eine gute Sache, um die Ladekosten etwas zu senken, denn für die geringe Einspeisevergütung lohnt es sich nicht wirklich, den Überschuss ins Netz zu speisen.
Gruß aus'm Ländle
Uli