PV Überschussladen - Minimale Leistungsaufnahme
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OK, vielen Dank!
Dann werde ich es mit einer evcc und ggf. Solaredge One Controller kompatiblen Wallbox probieren.
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Hallo zusammen,
ich stehe gerade vor einer ähnlichen Frage, d.h. ich habe PV und würde gerne Überschussladen - möglichst einfach und ohne "Bastellösungen" wie evcc.
Aktuell favorisieren ich die mobile NRGkick Wallbox. Sie kommuniziert per WLAN mit den Wechselrichter (in unserem Fall Kostal Plenticore). Es ist also keine weitere Hardware, etwa im Zählerkasten (wie bei go-e) erforderlich.
Was haltet Ihr von dieser Lösung?
Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit NRGkick?
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Frage: sie groß sind eure PVs und wieviel Speicher habt ihr im Haus ? Wie hoch ist der Überschuss für das Auto, den ihr erwartet ?
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Frage: sie groß sind eure PVs und wieviel Speicher habt ihr im Haus ? Wie hoch ist der Überschuss für das Auto, den ihr erwartet ?
Meine hat 12 kwp (Süd), Speicher habe ich keinen (evtl. schaffe ich mir aber mal einen an, wo die Preise jetzt so stark gefallen sind...)
Überschuss habe ich mehr als genug, zumal die Autos an 5 von 7 Tagen zuhause stehen.
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Wir haben 13,05 kWp auf dem Dach und 8,8 kWh Speicher im Haus. Es handelt sich um eine Ost/West-Anlage.
Der PV-Speicher dient hauptsächlich zur Versorgung des Hauses.
Ich hänge mal einen Screenshot von einer sonnigen Woche aus dem März an. Da kannst Du gut sehen, wann der Speicher geladen ist und vor allem wie viel Überschuss vorhanden ist.
Der Verbrauch des Hauses liegt bei ca. 0,2 kW - ohne Kochen, Waschen, Spülmaschine und andere Verbraucher, die nur sporadisch Strom ziehen.
An den Tagen mit höherem Stromverbrauch wurde der EQB mit 1,6 kW über das mitgelieferte Ladekabel geladen. Die WallBox ist noch nicht angeschlossen.
Da die PV-Anlage erst am 4.12.2024 ans Netz ging, habe ich noch keine längeren Erfahrungen sammeln können. Im Dezember und Januar gab es selten Überschuss, im Februar waren wir erst ab dem 23.02. daheim (das Haus lief in der Zeit komplett autark). Jetzt im März waren wir bis auf einen Tag inkl. EQB laden autark und haben schon viel eingespeist.
Die Einspeisevergütung liegt bei nur 6,94 ct/kWh - nur mit PV-Strom geladen, kommen wir auf 100km mit entgangener Einspeisevergütung auf ca. 1,50 € ! - Als Rentner fahren wir I.d.R. keine Langstrecken und können jeden Tag nachladen, wenn es sein muss. Ich versuche es jetzt mal, wie es mit Ladungen bis 60% funktioniert.
Immer ein Auge auf die Wetterentwicklung gerichtet, lässt sich das mit dem Überschuss auch manuell bewerkstelligen. Die nächsten 8 Tage dürften wir keinen Fremdstrom beziehen müssen.
Selbst am Samstag ohne direkten Sonnenschein wird mehr Strom produziert, als wir mit Haus und Haushalt verbrauchen. Den EQB Laden muss ich da nicht unbedingt, denn heute gibt es einen schönen Ertrag, mit dem wir die heute zu fahrenden Kilometer wieder nachladen können.
Gruß aus’m Ländle
Uli
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Unsere Anlage wird ca. wohl 12-14kwp haben. Speicher haben wir vorerst keinen. Überschuss kann man zu einem gewissen Grad auch manuell einspeisen, aber wenn es kompatible Boxen gibt die das zum gleichen Preis automatisch machen, dann fände ich das besser :).
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Unsere Anlage wird ca. wohl 12-14kwp haben. Speicher haben wir vorerst keinen. Überschuss kann man zu einem gewissen Grad auch manuell einspeisen, aber wenn es kompatible Boxen gibt die das zum gleichen Preis automatisch machen, dann fände ich das besser :).
Dann nimm' doch auch die NRGkick? Braucht nur eine CEE-Steckdose, die günstig zu installieren ist. Muss natürlich kompatibel zu deinem Wechselrichter sein.
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Uli: was kalkuliert ihr denn als jährlichen Gesamtertrag pro kWp? 1,1 oder besser? Einige uns bekannten Anlagen kommen nur auf 0,9, allerdings auch nicht optimal ausgerichtet.
Zum Einstieg plane ich auf niedrigstem Niveau eine "Balkonsolar-Lade-Beteiligung", d.h. WB auf 6A eingestellt und 800W solar (Anlage 2kWp) dazugespeist (einphasiger Stromkreis).
Das sollte zunächst mal ordentlich mithelfen, da der Wagen immerhin vier Werktage Zeit zum Laden hat (und bei Sonne das Fahrrad ran muss)...
Bei echtem PV-Überschuss verlangen manche WB angeblich mindestens 4kW Solarleistung, kann das kaum glauben ?
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Uli: was kalkuliert ihr denn als jährlichen Gesamtertrag pro kWp? 1,1 oder besser?
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Bei echtem PV-Überschuss verlangen manche WB angeblich mindestens 4kW Solarleistung, kann das kaum glauben ?
Was Du da für Bewertungsziffern meinst, kann ich nicht erkennen. Auf was beziehen sich die Zahlenwerte ?
Ich kann Dir aber sagen, was die PV-Anlage lt. Prognose liefern soll.
Der Solarteur hat für die 13,05 kWp Ost/Westanlage einen PV-Jahresertrag von 13.018,6 kWh und AC 12.381 kWh/a angegeben. Für die Monate Januar bis März kann ich die Angaben sogar schon bestätigen.
Die Verteilung über das Jahr sieht ungefähr wie folgt aus:
Stromproduktion_Jahresverteilung.jpg
Von März bis Oktober ist also immer genug Stromüberschuss vorhanden.
Haus und Haushalt benötigen zwischen 0,2 und 0,5 kW pro Stunde. Der Verbrauch pro Tag liegt ohne EQB bei ca. 10 kWh/d.
Leider wird es einige Monate im Jahr geben, wo wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Da wird das meiste des produzierten Stroms eingespeist. - In der Zeit benötigt der EQB dann aber auch keinen Strom. Meine Tochter darf ihn ab und zu benutzen - sie schaut ohnehin regelmäßig nach dem Rechten im Haus und unserer Post.
Mit einem Balkonkraftwerk kenne ich mich nicht wirklich aus - mehr als die Auflagen für zwei WEG's habe ich dafür nicht gestaltet - darin geht es aber mehr über optische und versicherungstechnische Anforderungen an den Betreiber. Verwehren kann man die Aufstellung den Bewohnern nicht - aber die Dinge so steuern, dass es optisch nicht aus dem Ruder läuft und so, dass die WEG nicht in die Haftung kommt.
Welche Schäden PV-Anlagen an den Balkongeländern anrichten (Korrosion nach Zerstörung der Verzinkung infolge von Bewegungen im Wind oder unsachgemäße Anbringung) ist noch offen ! - Da könnte noch Ärger für die Betreiber ins Haus stehen.
In D sind 0,8 kW Einspeisestrom zulässig - die Modulleistung ist auf 2 kWp begrenzt - meist passen aber ohnehin nur 2 Module an den Standardbalkon hin.
Mit den 0,8 kW kann man natürlich kein E-Auto laden. Aber das macht das Balkonkraftwerk ohnehin nicht - geladen wird mit einem Mix aus dem Ertrag der PV-Anlage und Bezugsstrom, den man ohnehin benötigt, um den Mindeststrom zum Laden zu erreichen.
Ein Balkonkraftwerk ist da schon einmal eine gute Sache, um die Ladekosten etwas zu senken, denn für die geringe Einspeisevergütung lohnt es sich nicht wirklich, den Überschuss ins Netz zu speisen.
Gruß aus'm Ländle
Uli